Jetzt passiert’s: Mieter der GWG Oppenheim müssen mehr bezahlen

Schock-Nachricht für viele Oppenheimer: Das Wohnungsbauunternehmen GWG Oppenheim dreht an der Mietpreisschraube, und zwar ziemlich brutal! Das wird einigen Leuten ganz schön weh tun: Um satte zehn Prozent sollen Mieten steigen – mindestens! Dabei hatten Aufsichtsrat und Vorstand der einstmals gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft ihren Mietern vor nicht allzu langer Zeit etwas ganz anderes versprochen – schriftlich!

Wir müssen, um das bevorstehende Drama in Oppenheimer Mieter-Wohnungen richtig fassen zu können, kurz zurückblenden: Es war am 7. Juni dieses Jahres, also vor nicht einmal einem halben Jahr. Da schrieb der komplette(!) GWG-Aufsichtsrat und -Vorstand an die „lieben Mitglieder der GWG Oppenheim“ einen zweiseitigen Brief. Man beschimpfte darin zunächst jene, die sich erdreistet hatten, die Arbeit der GWG kritisch zu hinterfragen. Und dann hieß es, wir zitieren wörtlich, der Satz war in dem Schreiben auch fett gedruckt:

„Als Aufsichtsrat und Vorstand versichern wir Ihnen, dass für die nächsten Jahre keine Mieterhöhungen geplant sind.“

Die Lüge der GWG-Chefs: Es wird KEINE Mieterhöhungen geben, und zwar für die nächsten Jahre! Das versprachen sie ihren Mitgliedern schriftlich.

Das war doch eigentlich unmissverständlich, oder? Für die nächsten Jahre: keine Mieterhöhungen!

Die „einzige Ausnahme“, so hieß es in dem Brief in etwas krudem Deutsch, sei „dass die GWG im Zuge von Mieterwechseln, durch Sanierungen aufgewertete Wohnungen an eine entsprechende Miete angleichen, wie dies schon seit Jahren geschieht“.

Unterzeichnet hatte das Schreiben: Klaus Waldschmidt, damals Vorsitzender des Aufsichtsrates; Rudolf Baumgarten, eine Art Stadtplaner von Marcus Helds Gnaden und Bürgermeister im benachbarten Uelversheim, er ist, warum auch immer, stellvertretender Vorsitzender im Oppenheimer GWG-Aufsichtsrat; Andrea Bunk und Markus Krämer als Mitglieder des Aufsichtsrates; die Vorstände Marco Meidinger, Gerald Kümmerle und Helmut Krethe.

Waldschmidt ist weg – für ihn kam Marc Sittig, vorgeblich ein Sozialdemokrat, ganz sicherlich ein Held-Getreuer. Gerald Kümmerle, unbestritten ein Wohnungsbaufachmann, war nur ganz kurz bei der GWG und verschwand dann schnell wieder, man sagt, weil er das Elend durchschaut hatte; für ihn kam Reiner Wenz (der die Tochtergesellschaft HGO umgehend zum Konkursrichter führte).

Diese Herrschaften stehen heute für die GWG, und jetzt wissen wir auch, was wir von ihren Versprechungen (zum Beispiel: „keine Mieterhöhungen“) zu halten haben: leider nichts, absolut gar nichts. Schimmer noch: Die GWG-Vorstände versprechen offenbar viel – und tun genau das Gegenteil.

Wir haben jetzt erfahren: Die Mieten in den GWG-Wohnungen sollen steigen. Schon ganz bald! Und auch drastisch. Um satte zehn Prozent!

Zum Vergrößern aufs Bild klicken: Die erste Seite des neuen Schreibens der GWG: Die Miete wird erhöht!

Uns liegen Schreiben an Mieter vor, die GWG-Wohnungen in der Straße An der Bleiche und in der Friedrich-Ebert-Straße bewohnen. Abgeschickt wurden die Briefe am 30. Oktober, unterzeichnet haben sie die Vorstandsmitglieder Reiner Wenz und Helmut Krethe.

Es fängt noch ganz harmlos an: „Sehr geehrte Frau N., die letzte Mietanpassung der von Ihnen bewohnten Wohnung erfolgte im Jahr 2014.“

Aber dann kommt’s: Angeblich habe der Prüfverband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft die Mieten als zu niedrig eingestuft und eine Anpassung für „dringend erforderlich“ bezeichnet. Auch würden die Banken „eine Mietpreiserhöhung an die marktüblichen Vergleichsmiete“ fordern.

Das sind natürlich vorgeschobene Gründe, die das Versagen der GWG-Verantwortlichen in den letzten Jahren verschleiern sollen. Denn dem Prüfverband und den Banken interessiert nicht, wie hoch die Mieten sind – wenn nur ordentlich gewirtschaftet wurde. Es darf als gesichert gelten, dass dies bei der GWG nicht geschehen ist.

Und deshalb soll jetzt zum Beispiel Frau N. unterschreiben, dass sie damit einverstanden sei, dass die GWG die Miete für ihre 99 Quadratmeter große Wohnung erhöht: von 544,34 auf 598,77 Euro. Macht 54,43 Euro mehr jeden Monat. Netto!

Das Gespann Wenz/Krethe verweist in seinem Schreiben auf Vergleichswohnungen, in denen die Mieter mehr bezahlen müssten – zum Beispiel in der Friedrich-Ebert-Straße, in der Rheinstraße und in der Wormser Straße. „Nach erteilter Zustimmung ist die neue Gesamtmiete mit Beginn des dritten Kalendermonats nach Zugang dieses Erhöhungsverlangens zu zahlen.“

Seite 2 des Mieterhöhung-Schreibens.

Aber kann es nicht sein, dass die Wohnungen gar nicht miteinander vergleichbar sind? Weil die einen sich in einem akkuraten Zustand befinden, während bei den anderen seit Jahren (oder auch Jahrzehnten) nichts getan wurde? Weil die einen neuer, die anderen Jahrzehnte als sind?

Ein Mieter hat das Problem erkannt: Er werde die Mieterhöhung nicht akzeptieren, schreibt er. “Unser Haus ist auf dem Dachboden nicht isoliert, die Balkone sind undicht und verrostet.” Das wird kein Einzelfall sein, angeblich soll’s Häuser geben, die in weitaus schlimmerem Zustand sind – weil die GWG stets nur kassierte, vielleicht nicht zu viel, dafür aber auch nie sanierte.

Jetzt plötzlich 50 Euro mehr an Miete zu berappen, pro Monat – das ist für viele Menschen ganz schön viel Geld, die Mieterhöhung wird sie bitter treffen. Es gibt aber, jenseits von finanzieller Betroffenheit, noch ein ganz anderes Drama, ein zutiefst menschliches, in dieser kleinen Stadtgemeinde:

Viele GWG-Mieter haben den Chefs  „ihrer“ Genossenschaft blindlings vertraut. Erst war das Marcus Held, der große SPD-Bundestagsabgeordnete und Stadtbürgermeister, heute sitzen da Marc Sittig, Helmut Krethe und die anderen, die in Helds Schuhe schlüpften und weitermarschieren, als sei im letzten Jahr gar nichts passiert. Diese Herren haben, als sich Kritiker sachte zu Wort meldeten, sofort ihre Kanonen ausgepackt:

„Seit einigen Wochen wird zu Unrecht versucht, unsere GWG in ein schlechtes Licht zu rücken. In Gesprächen und jüngst in einem Brief an Mitglieder wird von interessierter Seite versucht zu behaupten, dass durch die Arbeit des Aufsichtsrates und des Vorstandes unserer GWG ihre Mieten erhöht werden können oder sollen.“

Es sind Sätze, an die wir uns mit Schaudern erinnern: Mit ähnlichen Unterstellungen, ja, sogar nahezu mit den selben Worten war Marcus Held in seiner Endphase jeden Kritiker angegangen. Zitat aus seinem SPD-Stadtmagazin 09/17 (damals ging es um die – laut Held – “gezielte Stimmungsmache am Beispiel der Tourismus GmbH”):

“Es ist unerträglich, wenn von interessierter Seite versucht wird, ständig schlechte und teilweise aggressive Stimmung in Oppenheim und der VG zu verbreiten, und dies auf Basis von bewussten Falschmeldungen und der Verdrehung von Tatsachen…”

Sittig, Meidinger und Krethe, die neuen GWG-Chefs, machen in ihrem Juni-Brief an alle Mitgliedern im gleichen Duktus weiter. Das Fatale: Sie erschlichen sich mit der festen Zusicherung, dass „für die nächsten Jahre keine Mieterhöhungen“ geplant seien, das Vertrauen etlicher Mieter. So konnten sie sich Jobs und Pfründe sichern, als unlängst in einer Mitgliederversammlung ein Misstrauensvotum gegen den Vorstand gestellt wurde. Die GWG-Kritiker, die Mieterhöhungen prophezeit hatten, konnten sich nicht durchsetzen: Zu viele Mitglieder glaubten den Herren Wenz, Krethe und Co. und sorgten bei der Abstimmung dafür, dass die alte Garde im Amt bleiben konnte.

Das haben die Mieter nun davon: Keine zwei Wochen nach der Versammlung kriegen die ersten von ihnen die Rechnung serviert. Übrigens sollen auch Mieter von Parkplätzen zur Kasse gebeten worden sein, die Stellplätze sollen künftig 20 statt 8 Euro kosten.

„Mietanpassung“ heißt das im “Betreff” des aktuellen GWG-Briefes. Am Schluss ihres Schreibens mit der Mieterhöhung empfehlen die beiden GWG-Vorständler ihren Mietern mit selten erlebtem Zynismus, sie könnten ja bei der Kreisverwaltung prüfen lassen, ob ihnen nicht staatliche Hilfen zustünden. „Herr Krethe ist gern bereit, Ihnen bei der Stellung eines Wohngeldantrags behilflich zu sein:“

16 Gedanken zu „Jetzt passiert’s: Mieter der GWG Oppenheim müssen mehr bezahlen

  1. Hans Schmidt Antworten

    Es ist leider wahr. Man kann Menschen/Mieter einfach beeinflussen. Man muss sie nur bei ihren Ängsten packen. Zumal, wenn man als “Offizieller” von der GWG kommt. Das ist leider geschehen, denn solche Menschen haben keine Skrupel. Dann kann man ja immer noch der Stadt den Schwarzen Peter zuschieben: “Die Stadt muss die Häuser kaufen”. Die Stadt – das ist der Steuerzahler, die Allgemeinheit. Die sollen dann grade stehen, das soll gerecht sein? Held, Krethe und Sittig würden sich ins Fäustchen lachen. Aber die GWG ist nicht systemrelevant. Und mir tun die Leute um Norbert Schutze leid, die sich so ins Zeugt gelegt haben für einen Neuanfang.

  2. Gert Frisch Antworten

    Nur mal so kurz, nach Überfliegen des obigen Textes: Ich rate jedem von dem Mieterhöhungsverlagen der GWG Betroffenen, sich die angeführten Vergleichswohnungen GENAU anzuschauen, im Zweifel von einem/einer in der Sache Erfahrenen anschauen zu lassen. Die zuständigen Gerichte einschl. des BGH haben hierzu schon mehrfach hinsichtlich der Vergleichbarkeit von vermeinltlichen Vergleichswohungen hohe Anforderungen gestellt.

  3. Gunnar Koll Antworten

    Das ganze Spektakel ist doch nur eine weitere Nebeltaktik.
    Nach dem Genossenschaftsrecht sind alle Genossen zwingend gleich zu behandeln. Das bedeutet, dass auch die Frau Seif und andere Unterstützer und Trolle in den Genuss einer Mieterhöhung kommen MÜSSEN.

    Da müssen folglich auch alle anderen Mieter eine entsprechende Mieterhöhung in ihrem Briefkasten finden.
    Die Mieter können sich auch nicht so ohne wenn und aber, so wie es in dem Schreiben suggeriert wird, dagegen wehren und einfach durch eine “Nichtzustimmung” der Erhöhung darauf pochen, dass die Miete nicht erhöht wird.
    Vielmehr bedeutet der angeführte Gesetzestext “kann verlangen”, dass er einen Anspruch hat.
    Dieses ganze Schreiben ist eine weitere Verhöhnung der Genossen. Mit den völlig unwesentlichen Hinweisen auf die Banken und den Prüfdienst soll vorab die Schuld auf Dritte verwiesen werden.

    Wenn denn die Banken und der Verband tatsächlich” Mieterhöhungen” gefordert hätten, dann hätte man diese Forderungen bereits in der Versammlung offen legen müssen und ggfs., wenn sie da noch nicht vorgelegen hätten, den Anschreiben beifügen können.
    Aber solche Forderungen wäre Eingriffe in die Unternehmensautonomie und völlig unüblich. Den Banken ist es nämlich ziemlich egal, wie die Zinsen, Kosten und Tilgungen finanziert werden. Hauptsache, die Forderungen werden bedient.
    Sollte der Verband tatsächlich eine Erhöhung der Mieten gefordert haben wäre das ein sicheres Zeichen dafür, dass sich die GWG in einer heftigen Schieflage befindet!

    Aber wenn sich der Vorstand so sehr an die Hinweise Dritter gebunden fühlen will: Warum folgt er denn nicht endlich mal den Aufforderungen und nimmt den Mit- und Hauptverursacher in die Schadensersatzpflicht?

    Ich höre schon den Aufschrei des Herrn Kr., dass er bislang mit dem operativen Geschäften nichts zu tun hatte und nur Gutes will. Er will ja auch den Schaden bei den Mietern durch Steuermittel heilen, indem er ihnen so ganz uneigennützig, quasi als hochdekorierter Bundesverdienstkreuzler mit juristischem Verstand anbietet, bei der Beantragung von steuergeldsubventionierten Wohngeld behilflich zu sein. Da kann der Jurist bei seinen eigenen Opfern noch auf “dicke Hose” machen.
    Frei nach dem Motto: Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren.

    Nicht, dass ich falsch verstanden werde: ich gönne und verlange für schwache Einkommen Wohngeld! Aber ich billige auf keinem Fall, dass sich da ein paar Leute die Taschen voll machen und die Allgemeinheit dafür gerade stehen muss bzw soll. Der Staat sollte von den Übeltätern den angerichteten Schaden schleunigst zurückerstattet verlangen.

    Bei der Gelegenheit: ich schäme mich mittlerweile fremd dafür, was sich alles unter dem Deckmäntelchen “Jurist” abspielt und wie die Menschen damit gerade in Oppenheim geblendet werden.

    Mein Rat an die Mieter und Genossen: hört den sog “Rebellen” einmal richtig zu und lasst Euch nicht verblenden. Wenn Ihr dennoch Zweifel hegt, wendet Euch an Hilfeeinrichtung wie Verbraucherzentrale, Mieterverein oder sachkompetente Menschen, die hier und bei Facebook belastbare Auskünfte gegeben haben. Euer geschätzter Bürgermeister, ich kenne ihn leider noch nicht persönlich, wird sicherlich die notwendigen Kontakte herstellen können. Aber lasst Euch nicht von irgendwelchen Rattenfängern treiben.

    • Andreas Löffelholz Antworten

      Danke Gunnar Knoll,
      für Ihre gute Erläuterung und somit eine mögliche, zu erklimmende Etappe von denjenigen, deren einzige Info-quelle ein gewisser Maggus und Helfershelfer war.
      Gruß
      Andreas

      • Gunnar Koll Antworten

        Gerne Andreas😊,
        ich erinnere mich zum Mietrecht schwach, dass es für den sozialen Wohnungsbau das Regularien der “Kostenmiete” gab. Das bedeutet, dass nur die tatsächlichen Kosten und ein paar Anwendungen zu. B. für die Verwaltung nachgewiesen 6nd berechnet werden dürfen
        Kosten für Bilanzkosmetik oder zukünftige Modernisierungen , so meine ich mich zu erinnern, durften nicht veranschlagt werden.
        Das wäre eventuell mal zu prüfen.

        Gunnar

    • Seif Antworten

      Wer sagt ihnen denn das nicht alle eine Mieterhöhung bekommen.
      Des weiteren kann Frau Seif sehr gut ihre Miete selber bezahlen .
      Und Frau Seif wohnt auch nicht in einen der alten Gebäude und bezahlt für die gleichen qm schon mal einfach ein paar hundert Euro mehr an Miete als was in den alten Beständen an Kaltmiete gefordert wird .
      Aber soll man doch auch mal einfach drüber reden was sich manch einer auf der Sitzung sonst erlaubt hat wenn man doch so darüber diskutiert .

  4. Markus Mahlerwein Antworten

    Mal ehrlich:
    Wundert sich irgendjemand, der über ein gerüttelt Maß an gesundem Menschenverstand verfügt, daß sich die Versprechungen der GWG-Führung als schlichte, aber nicht weniger dreiste Lügen herausstellen? Eher nö. Man braucht sich diejenigen, die diese Versprechungen stets machen und gemacht haben, und ihre Verhaltensweisen in der Vergangenheit doch nur mal anzuschauen.
    Nicht mal die Tatsache, daß Versprechungen dieser Held-Jünger sich in so kurzer Zeit selbt Lügen strafen, dürfte einen verwundern. Das war doch bei diesem unsäglichen Held und ist bei sog. “Enkeltrickbetrügern” bspw. nicht anders.
    Sicherlich, es gelingt diesen Rosstäuschern und Scharlatanen von Held´s Gnaden immer wieder, mit solchen falschen Versprechungen ausschließlich in ihren Sack und für ihre Interessen Stimmungen zu kreieren. Das hat sich bei der letzten GWG-Versammlung ja deutlich gezeigt.
    Sollten diejenigen GWG-Mitglieder, die sich von dieser wenig elitären Clique zum wiederholten Male am Nasenring durch die Arena haben führen lassen, jetzt irgendwie bemitleidenwert sein? Auch eher nö. Denn gerade diejenigen, die es sich am wenigsten leisten können, haben diese Bande voller Überzeugung und sehenden Auges auf ihren Pöstchen gehalten. Deshalb gilt uneingeschränkt der bekannte Satz:
    Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber.
    Das, meine Herrschaften, und genau das hat jeder einzelne von Ihnen getan. Jetzt wird´s vielleicht Zeit, daß Sie lernen, für ihre Taten und Entscheidungen selbst die Verantwortung zu übernehmen und deren Folgen zu tragen.
    Und für den Notfall gibts ja noch den in allerlei Dingen so überaus kompetenten Herrn Krethe, der beim Ausfüllen der Wohngeldanträge hilft. Wenn der sich dabei so “kompetent” anstellt, wie bei dem Übrigen, was er in letzter Zeit so alles angestellt hat, dann, liebe Mieter, hilft der Ihnen wahrscheinlich nur, wenn Sie gleichzeitig eine Beitrittsereklärung zu den LINKEN, der SPD alt, der Sittich/Krethe-Sekte oder welchem irrwitzigen Verein auch immer unterzeichnen.
    Jedenfalls kriegen Sie, meine lieben GWG-Mitglieder und Verblendeten, nun verdientermaßen das, was Sie verdient haben. Aber aus der Hand der so innig von Ihnen verehrten Götzen fühlt es sich vielleicht doch eher wie eine geradezu “göttliche Fügung und Gnade” an.
    Viel Spaß dabei.

  5. Peter Bemmann Antworten

    Ach, die Verantwortlichen brechen doch kein Versprechen. Die haben sich nur irgendwie verbabbelt.
    Die Worte sind wahrscheinlich auch am Stammtisch für Angler, Jäger und andere Lügner gefallen.

  6. Frieder Zimmermann Antworten

    Wer das liest und sich dabei an die jüngste Mitgliederversammlung der GWG erinnert, dem fällt zuerst das alte Sprichwort mit den Kälbern und den Metzgern ein. Doch das wäre als Erklärung zu einfach. Man täte dabei nämlich denen Unrecht, deren Vertrauen missbraucht, die eingeschüchtert, belogen oder gar betrogen wurden. Wer nur über ein kleines Einkommen verfügt und daraus keine besonders hohe Miete bezahlen muss, der ist verletzlich und für unterschwellige Drohungen empfänglich. Das ist natürlich auch dem Propagandaapparat und den Stimmenfängern des Held-Systems bekannt. Dann wird auch klar, wie Wahlergebnisse, wie das vom 22. Oktober, zustande kommen. Gegen Angst kommt Vernunft nicht an. Gegen Indoktrination hat Argumentation keine Chance. An einem festen Glauben prallen Fakten einfach ab. Das haben Helds Getreue, die Blockwarte in den GWG-Häusern und die Stimmungsmacher, die regelmäßig in der Lokalzeitung ihre Plattform kriegen und Kritiker des Systems hier mit Namensnennung vorführen dürfen, wirklich gut gemacht. Wenn sie auch vom Immobiliengeschäft, von Hausverwaltung und Mietwesen nichts verstehen, das können sie.
    Aber alles hat seinen Preis. Und der Preis für die Stimmen, mit denen die alte Clique in ihren Positionen an den Schalthebeln der GWG bestätigt wurden, wird nun eingefordert. Die HGO, die von Anfang nichts anderes als eine Perversion der Genossenschaftsidee darstellte, ließ sich das operative Geschäft weitgehend von der GWG betreiben. Und niemand fand etwas dabei. Marcus Held diktierte es dem AZ-Redakteur ins Aufnahmegerät, und so stand es am 12.2.2016 in der Landskrone: “So habe die HGO nur zwei festangestellte Mitarbeiter für die Hausverwaltung, die Büroarbeit übernimmt die GWG für ihre hundertptrozentige Tochter mit.” Eine Genossenschaft verfolgt nicht das Ziel, Gewinne zu erzielen und zu maximieren. Bei Wikipedia lesen wir: “Genossenschaften sind Wertegemeinschaften, die in der Regel Ziele verfolgen, die über reine Wirtschaftsbetriebe hinausgehen. Die ICA beschreibt als grundlegende Werte die Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Demokratie, Gleichheit, Billigkeit und Solidarität. In Tradition ihrer Gründer vertrauen Genossenschaftsmitglieder auf die ethischen Werte Ehrlichkeit, Offenheit, Sozialverantwortlichkeit und Interesse an anderen Menschen.” (Die ICA ist die International Co-operative Alliance ist die weltweite Vereinigung von Genossenschaften.) Der Landskronredakteur mit seinem tiefsitzenden Misstrauen gegenüber “dem freien Spiel der Marktkräfte” hatte damals nichts daran auszusetzen, dass die HGO das freie Spiel der Marktkräfte spielte und sich von der GWG mit Manpower subventionieren ließ. Er fragte nicht nach, was die GWG, was die Genossenschaft und ihre Mitglieder (!) denn davon hatten, dass sie der nicht genossenschaftlichen und damit gewinnorientiert arbeitenden HGO, die Arbeit schafften. Kommentarlos wurde das Held-Zitat abgedruckt: “Ich denke,wir können mit dieser Konstruktion Synergien für Oppenheim erzielen.” Synergie bedeutet, sich gegenseitiug zu fördern, um einen gemeinsamen Nutzen zu erzielen. Held verstand das seinerzeit völlig anders. Die Förderung fand nicht gegenseitig statt, sondern nur in eine Richtung, von der GWG Richtung HGO. Und der Nutzen war auch kein gemeinsamer, sondern verblieb allein auf seiten der HGO. Mehr noch: als GmbH haftet die HGO nur beschränkt. Das bedeutet, dass die GWG als Mutter mit im Risiko ist. Was das in der Praxis konkret bedeutet, werden die Genossenschaftsmitglieder noch erfahren müssen.

  7. Werner Strub Antworten

    Wer nach Ihrer sachlichen und ausgewogenen Berichterstattung zu den wirtschaftlichen und politischen
    Hintergründen, dennoch die alte Führungsriege der GWG im Amt bestätigt hat, darf sich jetzt eigentlich
    nicht beklagen.

  8. Zinram Antworten

    Das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.Der gesamte Vorstand ist korrupt,zumal schriftlich eine Mitpreiserhöhung ausgeschlossen wurde.Dann hat man versucht, mit horrenden Summen für eine nie erbrachte Leistung für die Haus-und Strassenreinigung Gelder in die klamme Kasse zu bekommen.Das war nichts anderes als eine verdeckte Miterhöhung.Und diejenigen, die einer Abwahl des Vorstandes nicht zugestimmt haben,sind jetzt aufgewacht.Man fragt sich,was ergibt die Betriebskostenabrechnung im nächsten Jahr?

    Der Motzer

  9. Roland Bürger Antworten

    Es konnte nur so kommen. Das Erbe des größten anzunehmenden Bürgermeisters wird von seinen Palladinen treu verwaltet – “zum Wohle” der Bürger. Diese Leute schämen sich für nichts!

  10. gerd Antworten

    mir fehlen die Worte… aber die Mitglieder hatten ja kürzlich die Möglichkeit diese ‘Führungs-Crew’ abzuwählen!

  11. Herzog Antworten

    Sollte tatsächlich die Dachbodendecken nicht ordungsgemäß gedämmt sein, dann gilt:

    ” … Wer diese Pflicht (seit 2015 !!! ) nicht erfüllt, dem drohen laut EnEV § 27 (Ordnungswidrigkeiten) und Energieeinsparungsgesetz (EnEG 2013) bis zu 50.000 Euro Bußgeld. …”

  12. Stefan Buch Antworten

    Wohngeldantrag im Sozialen Wohnungsbau? Eigentlich müsste die Wohnbau ihren Mietern helfen, anstatt sie abzuzocken? Habe ich da was falsch verstanden?

  13. Stefan Buch Antworten

    Wohngeldantrag im Sozialen Wohnungsbau? Geht’s noch? Oder habe ich da was falsch verstanden?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.