Mörder-Hetze in Oppenheim: Wer ist verantwortlich?

Ein schmieriges Pamphlet ist in Oppenheim aufgetaucht. Mit infamen Fragen wie „Ist Walter Jertz ein Mörder?“ wird suggeriert, Oppenheims Stadtbürgermeister habe Menschenleben auf dem Gewissen und am Krieg Geld verdient. Wer steckt dahinter? Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen; bekannt ist bereits: Es gibt drei, vier Leute in der rheinhessischen Kleinstadt, die arbeiten sich seit Monaten an dem Thema ab.

Die Zettel wurden in der Nacht zum Montag – so berichtet die Lokalzeitung im Internet – rund um Rathaus und Katharinenkirche verteilt, offen an Hauswände geklebt und wohl auch in Briefkästen gesteckt. „Wie viele Menschenleben hat er auf dem Gewissen?“ lautet eine der Fragen in fetter Schrift, „Wie viel Geld hat er am Krieg verdient?“ und „Wie viel Geld verdient er heute noch am Krieg?“

Oppenheims Stadtbürgermeister Walter Jertz, Nachfolger des geschassten SPD-Politikers Marcus Held, war deutscher Generalleutnant der Luftwaffe, er war auch mal Pressesprecher der NATO während des Kosovo-Krieges. Alles durchleuchtet und hinlänglich bekannt, der Mann erhielt für seine unbestreitbaren Verdienste zahlreiche Orden und Auszeichnungen. Im Ruhestand beteiligte er sich für kurze Zeit mit dem Oppenheimer Unternehmer Michael Fender an einer Transportfirma, die Wohncontainer in Afghanistan herstellte: Auch das hat Jertz stets offen kommuniziert, warum auch nicht, es ist nichts Verwerfliches dabei.

Gleichwohl versuchen ein paar Oppenheimer seit Monaten immer wieder, den Mann als Kriegshelfer und -treiber darzustellen. Jetzt zündeten sie die nächste Eskalationsstufe: Sie denunzieren den 74-Jährigen indirekt als Mörder. Scheinheilig formulieren sie dazu die Frage: “Ist er wirklich der Mann für den wir ihn halten?”

Briefeschreiber verunglimpfte Jertz schon vor Monaten

Die niederträchtigen Unterstellungen werden in Oppenheim verbreitet, seit Jertz sich bereit erklärte, für das Amt des Stadtbürgermeisters zu kandidieren. Auf der Webseite mit der Dokumentation des Oppenheim-Skandals wurde schon einmal über die hinterhältigen Attacken berichtet. Es war Anfang März dieses Jahres, die Überschrift hieß: „Herr Sadoni, das Militär und der neue Kandidat“, der Text lautete:

Sollen wir’s Ihnen wirklich erzählen? Wir sind eigentlich nicht verpflichtet, jeden Unsinn weiterzugeben – aber gut: Im Zeichen der neuen Oppenheimer Offenheit wollen wir Ihnen auch einen Brief nicht verschweigen, der seit Samstag in der Stadt kursiert und an die „Linken“ in dem überparteilichen Bündnis gerichtet ist. Er fängt schon ziemlich krass an:

„Helm ab zum Gebet? Heute Morgen musste ich kurz überlegen ob ich schlecht träume oder schon wach bin: Ein breites Bündnis will Generalleutnant a.D. Walter Jertz als Bürgermeister. Ausgerechnet Grüne, Ex-Kommunisten und Sozialdemokraten wollen mit dazu aufrufen einen Militaristen zu wählen.“

Michael Sadoni hat den Brief geschrieben, wir ordnen den Mann mal dem Held-Lager zu. Eine Gabriele Sadoni, nach unseren Recherchen seine Ehefrau, sitzt im Vorstand der Oppenheimer SPD, sie ist auch Gesellschafterin der umstrittenen Tourismus GmbH. Kürzlich war sie mit einem Leserbrief in der Lokalzeitung in Erscheinung getreten: Darin beschwerte sie sich nicht etwa darüber, dass Ex-SPD-Landrat Claus Schick beim Neujahrsempfang die Medien-Kritik an Held mit dem Wort „Pogrom“ bezeichnet hatte. Nein, Frau Sadoni – Kindergärtnerin ist sie – mokierte sich darüber, dass ein Redakteur die Beifallsbekundungen des Publikums nach Schicks verbalem Ausfall mit „Johlen“ abgetan habe.

Herr Sadoni schreibt nun, dass Walter Jertz als Militär-Experte in Interviews gesagt habe, er halte militärische Operationen aus humanitären Gründen für legitim und zivile Opfer dabei für unvermeidlich. Herr Sadoni begründet daraus seine Forderung, dass jedenfalls die „Linken“ im überparteilichen Bündnis ihre Unterstützung für Jertz zurückziehen müssten. Er macht nicht einmal der Versuch einer differenzierten Betrachtung – etwa, dass ein Militäreinsatz im Verständnis von Walter Jertz (wie auch im Verständnis des Deutschen Bundestags) überhaupt erst dann in Frage kommt, wenn das politische, diplomatische und wirtschaftliche Instrumentarium der Völkergemeinschaft vollständig und erfolglos ausgeschöpft ist und bedrohten Völkern anders nicht geholfen werden kann. Herr Sadoni versteigt sich vielmehr zu dem Satz: „Man kann Marcus Held möglicherweise viel vorwerfen, aber bei ihm ging es nie um Menschenleben!“

Von der Meinungsfreiheit in diesem unserem Lande ist solches Denken und Reden gedeckt. Das gilt aber auch für die Mutmaßung, dass bei den Sadonis einige Maßstäbe arg verrutscht zu sein scheinen.

Held-Freunde hetzten auch schon mal auf Facebook

Unvergessen auch eine Facebook-Seite, die kurz vor der Bürgermeisterwahl auftauchte: Unter dem Fake-Namen „Grettchen Oppenheim“ versammelten sich sieben „Freunde“, darunter Marcus Held (der geschasste Stadtbürgermeister, der noch heute für die SPD im Bundestag sitzt), Helmut Krethe und seine Frau Damaris (er war damals Interims-Rathauschef, ist heute städtischer Beigeordneter ohne Aufgabe und Vorstand der kriselnden Baugesellschaft GWG), Marc Sittig (ist heute Vorsitzender von Helds zweiköpfiger und inzwischen durch Krethe „verstärkter“ Reste-SPD-Fraktion und Chef des GWG-Aufsichtsrats), Andrea Bunk (damals enge Held-Vertraute im SPD-Vorstand, heute Mitglied im GWG-Aufsichtsrat)…

Screenshot der Facebook-Seite von “Grettchen Oppenheim” mit den Sadoni-Posts.

 

Die “Grettchen”-Facebook-Seite diente vor allem den Herren Krethe und Sittig als Ventil für ihren persönlichen Frust nach der Held-Entmachtung. Eines Tages meldete sich bei ihnen auch jener Michael Sadoni zu Wort. Einer seiner Posts lautete:

„Zu einen hat Herr Jertz als Pressesprecher der Nato von Kollateralschäden gesprochen – gemeint damit damals zivile Opfer (…) Zum anderen hat er es später bedauert – nicht wegen der Opfer sondern weil die öffentliche Meinung den Krieg hätte beenden können – zynischer gehts nicht!“

Kurz darauf schrieb er:

„Mein Bürgermeister wird Herr Jertz auch nicht. Falls er denn gewählt wird. Für jemanden der Krieg als Mittel der Politik akzeptiert gibt es nur ein Votum: Nein!“

Es ist nicht bekannt, dass sich Krethe und Sittig von diesen dümmlichen Ausfälligkeiten des Herrn Sadoni jemals distanziert hätten. Und auch von Marcus Held, dem SPD-Bundestagsabgeordneten, war keine Widerrede zu hören. Das Schweigen muss als schulterklopfende Zustimmung gewertet werden, wenn nicht sogar als Aufforderung: Gut gemacht, Sadoni, mach nur weiter so!

Torsten Kram: 'Alt-Heldianer' setzen auf eine perfide Strategie

Torsten Kram, früher Beigeordneter in der Stadt Oppenheim und in der Verbandsgemeinde, war mehr als drei Jahrzehnte Mitglied der SPD. Im Mai verließ er die Partei, weil er die Aufarbeitung der Held-Jahre als unzureichend empfand. Nach Bekanntwerden der Flugzettel schrieb er heute spontan einen offenen Brief. Wir zitieren:

“Die einen tun es feige und ohne Rückgrat aus der Anonymität heraus, die anderen überbieten sich auf sozialen Netzwerken und in Leserbriefen mit Statements, die vor Arroganz und Niveaulosigkeit nur so strotzen. Es ist weder mutig noch heldenhaft, Mitmenschen mit Dreck zu bewerfen. Und schon gar nicht, wenn es einen Amtsträger wie Walter Jertz trifft, der sich – im Gegensatz zum Vorgänger – ganz uneigennützig in den Dienst der Sache stellt. Denn er (miss)braucht das Amt weder für die Karriere, das Geld oder das eigenen Ego.

Statt sich in aller Öffentlichkeit ihrer langjährigen Verantwortung für den Flurschaden an der politischen Kultur, dem finanziellen Schaden an der Stadtkasse und der GWG/HGO sowie dem Imageschaden für die Stadt Oppenheim zu stellen und daraus endlich Konsequenzen zu ziehen, setzen „Alt-Heldianer“ wie Sittig, Krethe, Meidinger, Seifert und Sadoni weiter auf die perfide Strategie ihres „Helden“.

Sollten die Vorgenannten auch noch glauben, sich bei der Stadtratswahl im Mai 2019 auf einer Liste zu etablieren, ist der Wähler gefragt. Schaut man dabei auf die früheren Wahlergebnisse und die Bilanz ihrer bisherigen „Verdienste“ für Stadt, GWG etc., dann dürfte das Urteil für diese Damen und Herren eindeutig sein: ,Auf Nimmerwiedersehen’!”

Die geistigen Brandstifter im Hintergrund tragen Mitverantwortung

Die Facebook-Sprüche haben damals nur wenige Menschen wahr genommen. Wohl deshalb schrieb Michael Sadoni vor gut drei Wochen einen Leserbrief, den die Lokalzeitung prompt veröffentlichte, am 17. Oktober war’s:

„…halte ich Herrn Jertz weder für charismatisch noch für eine Galionsfigur, jedenfalls nicht in einem positiven Sinne. Herr Jertz hat als Pressesprecher der Nato Luftangriffe gegen Serbien vertreten und von Kollateralschäden gesprochen – womit damals zivile Opfer gemeint waren…“

Schwer erklärlich, warum die Redaktion den Leserbrief veröffentlichte oder nicht zumindest kürzte. Sadoni und seine Freunde dürften frohlockt haben: Endlich hatten sie für ihre persönliche Hetze eine größere Bühne gefunden. 

Für Außenstehende mutet das Bemühen Sadonis, das Thema “Jertz und Nato” am köcheln zu halten und mit unterschwelligen Anschuldigungen zu befrachten, inzwischen kaum noch erträglich, ja nahezu krankhaft an.

Gut drei Wochen war nach dem Leserbrief Ruhe. Bis jetzt, im Schutz der Dunkelheit, die anonymen Zettel verteilt wurden. Sie erinnern nicht nur in der orthographischen Fehlerhaftigkeit, sondern vor allem in der unfassbaren Diktion an die bekannten Ausfälle Sadonis.

Freilich: Wer hinter dieser nächtlichen Verteilaktion steht, steht (noch) nicht fest. Eines allerdings ist schon jetzt klar: Es gibt Oppenheimer in verantwortlicher Position, die schüren das Feuer. Als geistige Brandstifter im Hintergrund tragen sie Mitverantwortung für solche Auswüchse.

 

Aufstand der Anständigen: Für einen wertschätzenden, offenen Umgang miteinander

Parteien und Bürger von Oppenheim reagierten am Abend mit einem offenen Brief auf die Flugblatzthetze. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut:

Wir, die Parteien, politischen Gruppierungen und engagierten Bürger in Oppenheim, verurteilen ausdrücklich die feige, anonyme und diffamierende „Zettel-Kampagne“ gegen Bürgermeister Walter Jertz. Die besagten Zettel wurden in der Nacht zum Montag im Stadtgebiet an diversen Stellen angebracht. In einer Demokratie geht man offen und fair miteinander um. In unserem Land und seit dem Amtsantritt von Walter Jertz auch in unserer Stadt pflegen wir eine politische Debatte, die von Menschlichkeit, Sachlichkeit und Würde geprägt ist und auf Diffamierung und Schläge unter die Gürtellinie verzichtet.

Wir „streiten mit offenem Visier“, stehen zu unseren Meinungen, Worten und Taten. Wir setzen uns offen mit Anderen, ihren Ansichten und Meinungen und Ideen auseinander. Wer sich hinter nachts verteilten Zetteln in der Anonymität verstecken muss, dem fehlt es an einem demokratischen Wertgefüge, menschlichem Anstand und an echten, sachlichen Argumenten. Wir, die Unterzeichner, stehen für einen fairen, wertschätzenden, offenen Umgang miteinander.

Diese Art der hinterhältigen Verleumdung und Angstmacherei darf in Oppenheim und unserer politischen Kultur keinen Platz mehr haben. Dafür treten wir ein.

Für die AL Oppenheim: Raimund Darmstadt, Rainer Ebling

Für die CDU Oppenheim: Peter Pfau, Dr. Marco Becker (CDU-Fraktion), Dr. Michael Pohl, Matthias Schäfer, Susanne Pohl

Für die Grünen Rhein-Selz: Christina Bitz

Für die FDP Rhein-Selz: Stephanie Steichele-Guntrum (Oppenheim)

Für die FWG Oppenheim: Petra Kuon, Andreas Lerg

Für die FWG Rhein-Selz: Friedhelm Schmitt

Für die SPD: Willi Keitel

Engagierte Bürger: Torsten Kram (Oppenheim), Conny Brehm-Pfeffer (Oppenheim), Michael Steinau (Oppenheim), Wolfgang Raber (Oppenheim), Dirk Müller (Oppenheim) H. J. Arnold (Oppenheim), Matthias Kuon (Oppenheim), Simone Raber (Oppenheim), Hans Schmidt (Oppenheim), Britta Kram-Heller (Oppenheim), Thomas Pfeiffer (Oppenheim), Martina Pfeiffer (Oppenheim), Rolf Schneider (Oppenheim), Ralf Bosch (Oppenheim), Erwin Menges (Oppenheim), Konstantin Guntrum (Oppenheim), Gabi Hochstätter (Oppenheim), Leon Kram (Oppenheim), Markus Haase (Oppenheim), Ira Lorch (Oppenheim), Gert Frisch (Oppenheim), Astrid Frisch (Oppenheim), Klaus Scherning (Oppenheim, Sonja Scherning (Oppenheim), Ute Tiator (Oppenheim, Michael Tiator (Oppenheim), Peter Platzek (Oppenheim), Anke Platzek (Oppenheim).

Wer diese Erklärung mitunterschreiben will: HIER klicken!

12 Gedanken zu „Mörder-Hetze in Oppenheim: Wer ist verantwortlich?

  1. Helmut Krethe Antworten

    Herr Torsten Kram hat in seinem Leserbrief u.a .die Frage gestellt, was wir für Oppenheim geleistet haben. Nur darauf habe ich geantwortet. Aber Typen wie Zimmermann und Co. können oder wollten das nicht sehen. Im Übrigen habe ich mich selbstverständlich von der Hetzkampagne gegen den Bürgermeister distanziert. Ich bin gespannt, über was jetzt wieder abgelaestert wird.

    • Gunnar Koll Antworten

      Es ist schon ein tolle Leistung, wenn man im Rahmen einer privaten Reise zu seiner Mutter nach Bremerhaven am 15.06. unterwegs in Bremen einen Stopp einlegt und irgendwelche dienstlichen Kontakte pflegt. Und es scheint auch für Oppenheim eine besondere Herausforderung zu sein, dass diese Reise dann nicht aus einem Reiskostentitel abgerechnet wird. Oder wie sollen die Bürger Ihr Statement dazu verstehen?

      Als Immobilienmakler hätte der Beigeordnete jedenfalls bei der Ausbeute keine Überlebenschance. Auch bei diesem Thema wird dem Bürger scharfer Sand in die Augen gestreut.

      Wo sind übrigens die Horden asiatischer Oppenheim-Besucher, die der Beigeordnete mit einer Bahnsparticketreise über die Botschaft in Berlin anlocken wollte und versprochen hat?

      Was sollen die Seitenhiebe auf Nierstein? Ist der Beigeordnete ohne Geschäftsbereich nun für die Belange von Nierstein zuständig? Sollen Besucher von Oppenheim plötzlich vom überdotierten Geschäftsführer der Touristik gepampert werden? Haben Sie nicht mitbekommen, dass Nierstein beispielsweise die (Besäufnis)Rundfahrten eindämmen will? Steht Ihnen da der Grundsatz der Guttempler nicht ein wenig im Weg?

      Engagement für Oppenheim? Absolute Fehlanzeige! Es geht hier nur um das Ego und die persönliche Profilierung. Sobald es eng wird sind sowieso Andere schuld. Das sehen und lesen wir z.B. bei den Stellungnahmen zu GWG/HGO oder des Stadtrats.

      Genauso können Sie sich den dezenten Hinweis auf Ihre Mitunterzeichnung der Petition zu Gunsten Ihres Bürgermeisters sparen. Versteckt und lediglich als Rückfallposition, wenn Sie mal angesprochen und um Verantwortung ersucht werden.

      Von einem redlichen Beigeordneten erwarte ich da viel mehr Engagement. Sie und Ihre Mitstreiter sollten offen präsent gegen die Schmierenkampagne einstehen. Ich hätte erwartet, dass Sie und Ihre Unterstützer mit dem gleichen Elan öffentlichkeitswirksam den Bürgermeister in Schutz nehmen, wie Sie bis heute andere Menschen schützen, denen allerdings die Strafverfolgungsbehörden nachgestiegen sind.

      Ich hätte auch eine klare und sehr deutliche Stellungnahme zu den Attacken gegen den Stadtbürgermeister durch die VG erwartet. Die scheint jedoch im Dornröschenschlaf zu sein.

      Als VG- Bürgermeister hätte ich zum Beispiel ganz klar gemacht, dass so etwas, wie die Plakataktion in Oppenheim, gar nicht geht und nicht toleriert wird.

      Stattdessen lesen wir in der AZ, dass der Bürgermeister mit anderer Kloake mehr als beschäftigt ist: die Wurzeln seiner Flora haben scheinbar die Abwasserentsorgung erreicht… Da hat man keine Zeit für die Kloake in Oppenheim…

      Könnte es sein, dass die Aktionen in Oppenheim nicht ganz ungelegen kommen?

      • Helmut Krethe Antworten

        Ich habe mich nicht am 15.6. mit Bustouristikern in Bremen getroffen. Das war bereits im Januar. Sie müssen besser recherchieren, Herr Koll.
        Eine Gruppe asiatischer Touristen ist bereits im Kellerlabyrinth gewesen. Das ist natürlich äußerst wenig. Hier erhoffe ich mir mehr. Wenn man aber gar keine Werbung macht, kann man auch nichts erreichen. Um etwas erreichen zu wollen, muss man schon Werbung machen. Das dürfte auch in Friesenheim jeder verstehen.
        Im Bereich Tourismus muss man schon über den eigenen Kirchturm hinausschauen. Was ist daran verwerflich, wenn man eine Kooperation mit Nierstein anstrebt? So etwas nennt man win-win-Situation.
        Mein Engagement, ob mit oder ohne Geschäftsbereich, dient der Stadt Oppenheim. Wenn der Stadtbürgermeister erzählt, was er auf den Weg gebracht hat, dann ist das in Ordnung. Wenn ich aber erzähle, was ich gemacht habe, dann nennt man das Ego-Gehabe etc. Ist schon schräg, oder?
        Die Attacken gegen den Stadtbürgermeister haben sowohl die SPD-Stadtratsfraktion, der ich angehöre, also auch ich persönlich durch Mitzeichnung auf der virtuellen Unterschriftenliste, verurteilt. Warum soll ich wiederholen, was andere richtigerweise schon drei- oder viermal geschrieben haben?? Was wollen Sie eigentlich konstruieren? Ihre Schwestern und Brüder im FWG-Oppenheim-Geiste behaupten auf ihrer Homepage z.B. das die Verträge zur Parkraumbewirtschaftung durch die neue Stadtspitze erst einmal von außen gesucht werden mussten. Das sind Fake-news, da die Verträge sogar in zwei Aktenordnern im Rathaus vorhanden waren (einmal im Original und einmal in Kopie). Was sagen Sie denn dazu?

    • Hans Leweling Antworten

      Dass Herr Krethe sich von der Hetzkampagne distanziert, heißt gar nix, hat sich doch inzwischen jeder Verdächtige distanziert. Warum Krethe trotzdem zu dem Kreis der Verdächtigen zählt: wen hat Walter Jertz in die aller letzte Reihe verwiesen, ohne Aufgabe, ohne Salär? Krethe. Wer ist nach wie vor eine willfährige Marionette von Held? Krethe. Wer hat in Oppenheim jedwede Glaubwürdigkeit verloren: Krethe. Wem traut man eine solche perfide Schandtat zu? Krethe. Natürlich ist Herr Sadoni mit seinem kürzlichen AZ Leserbrief der naheliegende Verdächtige. Aber genau diesen Umstand hat sich der Täter zu Nutze gemacht. Aber so blöd wird Sadoni ja wohl nicht sein (???), einen AZ Leserbrief zu verfassen, und wenig später eine Hetzkampagne starten. Vielleicht kann Krethe sich ja entlasten, indem er jemand benennt, der ebenfalls wie er die obigen ‘Kriterien’ erfüllt. Held selber war es nicht, weil der ja immer seine Erfüllungsgehilfen hatte, und sich nie selber die Hände schmutzig gemacht hat (zerstochene Reifen, Prügelattacken, etc.).

      • Hans Leweling Antworten

        und noch eins zu Krethes phänomenalem Verdienst für Oppenheim: 4 Pächter hat er vermittelt! Ja wenn das mal keine große Leistung ist. Da man aber inzwischen weiß, wie Krethe so tickt, drängt sich die Frage auf: womit wurden diese 4 Pächter geködert? Interessant wäre auch zu hören, wie viele von den 4 denn noch da sind?!
        Um Krethes Bilanz zu würdigen sollte man allerdings auch seine Misserfolge betrachten: ist Krethe nicht mitverantwortlich für das Chaos in Oppenheim, hätte er nicht Held bremsen müssen statt mit ihm gemeinsame Sache zu machen ?! Ohne Leute wie Krethe wäre das System Held gar nicht möglich gewesen.
        Empfehlung an Krethe: Koffer packen, verschwinden, und Sittig gleich mitnehmen.

  2. Frieder Zimmermann Antworten

    Das Maß an Realitätsverweigerung im Held-Lager wird deutlich im Leserbrief von Herrn Krethe zur der Schmierblatt-Aktion in der Online-Ausgabe der AZ-Landskrone. Das muss man gelesen haben! Statt sich von der widerlichen Schmutzkampagne zu distanzieren, betreibt er Eigenlob. Einfach nur peinlich der Typ.

    • Thomas Ruhmöller Autor des BeitragsAntworten

      Der Krethe-Kommentar ist wirklich unfassbar. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut, weil es uns den wahren Charakter des Beigeordneten und GWG-Vorständlers zeigt. Thema waren, nur zur Erinnerung, die anonym in der Altstadt verteilten “Mörder”-Zettel gegen Stadtbürgermeister Jertz. Krethe antwortete auf den offenen Brief, den Torsten (siehe oben) geschrieben hatte:

      Herr Kram, da Sie meinen Namen genannt haben, will ich Ihnen auch gern antworten.

      In den vier Jahren meiner Beigeordnetentätigkeit ist es mir gelungen, in der Altstadt vier Pachtinteressenten und vier Verpächter erfolgreich zusammenzubekommen, so dass vier leerstehende Läden wieder belebt werden konnten. Beinahme wäre mir dies in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung auch in einem fünften Fall gelungen, aber die Pachtinteressentin musste aus persönlichen Gründen wieder zurück nach Süd-Frankreich.

      Ich habe mich auf eigene Kosten in Bremen mit Bustouristikern getroffen und Werbung für Oppenheim/Nierstein gemacht. Mit unserem Tourismusverband in Ingelheim habe ich immer wieder Diskussionen geführt, dass wir auch Werbung in Nord- und Ostdeutschland machen müssen und nicht nur in Holland, NRW, Schweiz und Österreich. Auch in Nord- und Ostdeutschland ist Potential für uns vorhanden.

      Mit Nierstein wollte ich eine Kooperation und hatte zu T. Günther und Tobias Bieker gesagt: Ihr habt den Anleger und wir die Sehenswürdigekeiten. Das kam in Nierstein gar nicht gut an. Vor kurzem konnten meine Frau und ich in Nierstein erleben, dass ein Ausflugsschiff mit Bussen 180 Personen zum Niersteiner Marktplatz gekarrt und sich dann für 2 Stunden sich selbst überlassen haben. Die wussten mit Nierstein gar nichts anzufangen. Meine Idee war, dass die Busse die Ausflügler zunächst nach Oppenheim in den Untergrund und in die Katharinenkirche bringt und anschließend per Weibergsrundfahrt mit Traktoren zum Roten Hang fahren. Nierstein ist (noch) gegen diese Idee.

      Ich weiß, dass mein Engagement für Oppenheim jetzt wieder von einigen Personen kleingeredet wird. Aber das ist mir egal.

      • Hans Leweling Antworten

        Wie hatte jemand im Ruhmöller-Blog gesagt: ‘Krethe ist die Re-Inkarnation eines Dummschwätzers’. Mit seiner obigen Stellungnahme hat Krethe das eindrücklich unter Beweis gestellt.

      • Markus Mahlerwein Antworten

        Der Herr Krethe wieder.

        Als Guttempler ist er dem Alkohol eher abgeneigt, deshalb frage ich mich ernsthaft, auf welchem Trip der gute Mann wohl gewesen sein mag, als er diesen Unsinn verzapft hat.
        Sollte er wider erwarten “ungedopt” und das Ganze Ausfluss seiner gewachsenen Persönlichkeit gewesen sein, hier vielleicht ein Satz, den er mglw. in seinem Leben schon öfter gehört haben könnte:
        Thema verfehlt. Setzen. Sechs.

        Krethe, Sittich, Meidinger, Held und Konsorten: Da weiß man, worauf man mit Sicherheit verzichten kann. Generell sowieso, aber insbesondere zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger.

  3. Frieder Zimmermann Antworten

    Mit nachfolgendem Beitrag habe ich am 5.11. unmittelbar nach Erscheinen des AZ-Beitrages auf http://www.allgemeine-zeitung.de meine Meinung kundgetan:

    “Schlag nach bei Lenin” – Wer einen politischen Gegner mal so richtig fertig machen will, der liest bei Lenin: Diffamieren, isolieren, liquidieren! Die Pamphlete mit den diffamierenden Parolen gegen Bürgermeister Jertz sind der erste Schritt dieser Partisanentaktik. Da geht es nicht um Wahrheit, nicht um Argumentation, nicht um den demokratischen Streit über den besseren Weg. Hier geht es allein um die Ausschaltung eines Mannes, der Ordnung, Transparenz und Rechtmäßigkeit wiederherstellen will.

    Die Initiatoren der Schmutzkampagne setzen darauf, dass ein ehrenwerter Mann wie Walter Jertz sich angewidert abwendet und sich die Auseinandersetzung mit derartigen Geschmacklosigkeiten nicht länger antun wird. Man kann ihm nur Kraft und Stehvermögen wünschen. Nur mit ihm haben wir eine Chance, dass sich Anstand, Stil und Wahrhaftigkeit in Oppenheim am Ende durchsetzen.”

    Wenn es nicht gelingt, die politischen Brunnenvergifter ein für allemal auszugrenzen, wird in Oppenheim keine Normalität des demokratischen Miteinanders einkehren. Dazu gilt es aber nicht allein die Handlanger und Dreckschleuderer zu enttarnen. Dazu bedarf es auch einer durchgreifenden Vergangenheitsbewältigung, indem allen Angehörigen des alten Held-Lagers, die sich klammheimlich oder gar offen mit den Schmierfinken gemein machen, verdeutlicht wird, dass sie in Opppenheim keine politische Zukunft mehr haben. Auch wenn sie noch immer an ihren Pöstchen kleben, auf die sie unter anderen Voraussetzungen geraten sind, muss man ihnen das spätestens bei der nächsten Kommunalwahl klar machen.

    Die Koalition der Anständigen muss den Konsens in Sachen Transparenz, Gemeinsinn, Rechtschaffenheit und Bürgernähe über den Wahltag hinaus aufrecht erhalten, um sich dann im demokratischen Wettbewerb um Mehrheiten für unterschiedliche Konzepte zu streiten.

    Eine wichtige Aufgabe dabei fällt der Presse zu. Die Landskron-Redaktion hat jetzt hoffentlich eingesehen, dass sie sich zum Werkzeug des Heldschen Sabotagetrupps machte, als sie mich als Kritiker des überwundenen Systems der Kungelei und Rechtsbeugung von einer unverbesserlichen Getreuen in ihrem Blatt mit Namensnennung an den Pranger stellen liess. Wer sich von Hetzkampagnen nicht ausdrücklich distanziert, hat sich selbst disqualifiziert und verdient auch in der Presse keine Plattform zur Selbstdarstellung und zur Attacke auf Andersdenkende.

  4. Michael Leilich Antworten

    Wo muss mann die Verantwortlichen suchen, ich bin der festen Meinung das die Oppenheimer genau wissen aus welcher Richtung diese Kampange kommt. Vorallem ein bestimmter Ortsverein muss jetzt handeln um seine Glaubwürdigkeit zu wahren.

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